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BRL Interview

Dorothee Madsen

Sanierung & Insolvenz

Das steht auf meiner Visitenkarte:

Rechtsanwältin, Fachanwältin für Insolvenzrecht, Partnerin

Seit wann sind Sie bei der Kanzlei BRL, und wie sind Sie zu der Kanzlei gekommen?

Ich bin bei BRL seit Juni 2016. Persönlich kennengelernt habe ich verschiedene Anwälte von BRL bereits Anfang 2014 im Rahmen des Insolvenzverfahrens „Prokon“, bei dem ich als Gläubigerausschussmitglied fungiert habe. Zuvor war ich fast 14 Jahre als Rechtsanwältin und Insolvenzverwalterin bei der Kanzlei Kebekus et Zimmermann in Düsseldorf/Bochum/Dortmund tätig.

Was ist das Besondere an BRL?

BRL ist eine besonders innovative Kanzlei mit professionellen aber auch praktisch veranlagten Mitarbeitern mit einer lebensfrohen Kultur.
Überrascht hat mich an BRL das außergewöhnliche Zusammenspiel von Professionalität und Lockerheit als auch die Integration der Familie.

Wie sieht die tägliche Arbeit im Bereich der Insolvenzverwaltung für einen Partner aus?

In der Insolvenzverwaltung ist eigentlich jeder Tag anders, und das ist auch genau das Spannende bei der Insolvenzverwaltung. Mal hat man eine Betriebsversammlung zu leiten, dann gibt es wieder Gespräche mit Geschäftsführern, Kunden und Lieferanten. Und man hat immer wieder mit neuen Geschäftszweigen zu tun, in die man sich reindenken muss. Für das Insolvenzgericht sind regelmäßig Sachverständigengutachten und Berichte zu erstellen, so dass auch die reine juristische Tätigkeit nicht zu kurz kommt. Aufgrund dessen, dass es keinen typischen Arbeitsablauf gibt, ist die Tätigkeit der Insolvenzverwaltung niemals eintönig.

Wie fördern Sie junge Berufsanfänger bei BRL?

Ich beziehe die Berufsanfänger unmittelbar in meine Arbeit ein, fordere aber auch direkt ihre Eigenverantwortung. So können sie zum einen unmittelbar  lernen durch „Abgucken“ als auch durch Übernahme eines selbstverantworteten Tätigkeitsbereichs.

Welche Qualifikationen bzw. Vorkenntnisse sollte ein Berufsanfänger im Bereich Insolvenzverwaltung mitbringen?

Für die Insolvenzverwaltung sollte man unbedingt im Wirtschaftsrecht bewandert sein. Darüber hinaus sollte man charakterlich über Eigenschaften wie Entscheidungsfreudigkeit, einem Blick für das Wesentliche und auch über „ein dickes Fell“ verfügen, um die widerstreitenden Interessen auszuhalten. Um die diversen unterschiedlichen Parteien an einen Tisch zu bekommen, sollte man auch über eine gehörige Portion Empathie verfügen.

Was ist das Spannendste, Unvergesslichste, Witzigste, Aufregendste, was Ihnen bisher in ihrem Berufsalltag passiert ist?

Ich war vor ein paar Jahren Insolvenzverwalterin eines Logistik-Unternehmens, das zuvor in - wenn nicht kriminelle - aber wenigstens zweifelhafte Machenschaften verwickelt war, so dass u.a. die Presse das Unternehmen unter die Lupe genommen hat. Unmittelbar nach der Betriebsversammlung, auf der es bereits hoch herging, stand unvermittelt die Presse mit Moderatoren des WDR-Fernsehens auf dem Betriebsgelände, die mich unvermittelt interviewten, was wiederum abends im WDR-Fernsehen im Rahmen einer Reportage ausgestrahlt wurde. Das fand ich schon aufregend.

Was ist das Beste an der Arbeit bei BRL?

Es ist ein junges Team, bei dem man auf Zuruf und ohne zähe Abläufe professionelle Arbeit auf den Punkt erhält und Spaß bei der Arbeit haben kann. Und man spürt den Geist der Kanzlei, der sagt: „Wir sitzen zusammen in einem Boot und fahren in die gleiche Richtung.“

Welche Einschränkungen bringt der Beruf mit sich?

Der Arbeitstag ist nicht planbar, daher muss man für den Job flexibel sein. Es ist nichts Ungewöhnliches, geplante Termine „über den Haufen zu werfen“, um aktuelle Themen abzuwickeln, die vordringlicher sind.

Was ist Ihr Ausgleich zum Büroalltag?

Zuvorderst die Familie. Wenn man zu Hause mit den Kindern über deren Themen spricht, kommt man schnell auf andere Gedanken. Ansonsten spiele ich regelmäßig Tennis, auch in einer Tennismannschaft. Ab und an schaffe ich es auch nochmal Golf zu spielen. Wenn es zeitlich ganz knapp ist, gehe ich einfach mit einer Freundin eine Runde Joggen. Eine Woche ohne Sport finde ich furchtbar. Und Klavier spiele ich auch noch ab und an, wenn die Kinder mal das Klavier nicht belegen.

Haben Sie ein Lebensmotto?

Wenn es irgendwie geht, auf die innere Stimme hören. Die Intuition - wenn man denn regelmäßig hinhört - erfasst innerhalb kürzester Zeit sehr viel mehr, als alle rationalen Gedanken erklären können.

Welchen Tipp würden Sie gerne jedem Neuankömmling mitgeben?

Ich würde Neuankömmlingen mit auf den Weg geben, sich ruhig zu trauen, vom ersten Tag an straight heraus ihre eigene Meinung zu sagen. Im Übrigen kann ich nur anheimstellen, sich regelmäßig am Glas zu üben, um die legendären BRL-Feiern zu überstehen.

 

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